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ELSE-FRENKEL-BRUNSWIK-INSTITUT für Demokratieforschung in Sachsen

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Projekt in Hamburg

„Konfliktraum Hamburg“: Protest, Gewalt und Ressentiments im urbanen Raum

Das Projekt "Konfliktraum Hamburg" untersucht gesellschaftliche Tendenzen der Polarisierung und Zuspitzung unter anderem anhand der Ereignisse des G20-Gipfels von 2017. Foto: Tama66_pixybay.com

Im Zentrum des qualitativ ausgerichteten Forschungsprojekts steht die Frage, wie sich gesellschaftliche Tendenzen der Polarisierung und Zuspitzung politischer und sozialer Konflikte auch in der Stadtgesellschaft niederschlagen. Für die Untersuchung der Dynamik von Konflikt und Zusammenhalt in der Hansestadt werden beispielhaft die G20-Konfrontationen im Jahr 2017 und Antisemitismus in den Blick genommen.

Anhand von Gruppendiskussionen mit relevanten Akteursgruppen werden zum einen verschiedene Sichtweisen auf politischen Protest und die intensiv geführten Auseinandersetzungen der jüngeren Stadtgeschichte Hamburgs (wie z. B. beim G20-Gipfel 2017) untersucht. Konfliktlinien und Aushandlungsprozesse in Bezug auf politische Partizipation und Protest, aber auch alltägliche Konflikterfahrungen in der Großstadt sollen aus der Perspektive privater, zivilgesellschaftlicher und institutioneller Akteurinnen und Akteure nachvollzogen werden. Zum anderen beleuchtet die Studie Dynamiken von Diskriminierung und Abwertung im Zusammenleben sozialer Gruppen. Dabei werden Ressentiments und gruppenbezogene Abwertung als regressive Bearbeitung von Konflikten in modernen Gesellschaften in den Blick genommen.

Konflikte der Stadtgesellschaft reflektierbar machen

Durch die Forschung sollen Konflikte in der Stadtgesellschaft, auch in ihrer latenten Dynamik, verstanden und reflektierbar gemacht werden. So können die wissenschaftlichen Erkenntnisse in einem zweiten Schritt auch Impulse für eine Praxis liefern, die progressive Formen der Aushandlung stärken und zu einer demokratischen Konfliktkultur beitragen will.

Kritische Stadtforschung

Das Projekt „Konfliktraum Hamburg“ ist eines von drei kritischen Stadtforschungsprojekten, an denen das Else-Frenkel-Brunswik-Institut der Universität Leipzig zusammen mit anderen Forschungseinrichtungen beteiligt ist. Ziel der Forschung ist es, politische Einstellungen, Diskriminierung und sozialen Zusammenhalt in verschiedenen deutschen Großstädten zu untersuchen. In den weiteren Projekten untersuchen die EFBI-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler für den „Berlin Monitor“ die Kämpfe um Anerkennung und Teilhabe innerhalb der Berliner Stadtgesellschaft sowie die Einstellung von Jugendlichen zu den Themen radikaler Islam, bzw. radikaler Anti-Islam in den Städten Braunschweig, Duisburg, Leipzig und Osnabrück im Projekt RIRA.

Gefördert wird das Forschungsprojekt „Konfliktraum Hamburg“ durch die Hamburger Behörde (Landesministerium) für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASF).

Verantwortliche: Clara Schliessler, Andre Schmidt und Nele Hellweg

Link zur Projekthomepage: www.konfliktraum-hamburg.de