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ELSE-FRENKEL-BRUNSWIK-INSTITUT für Demokratieforschung in Sachsen

Universität Leipzig
Ritterstraße 26
04109 LEIPZIG

efbi@uni-leipzig.de

POSTFACH-NR.: 348001


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Forschungsprogramm

Demokratie-feindliche Einstellungen erforschen

Die Forschung am Else-Frenkel-Brunswik-Institut setzt sich aus drei Feldern zusammen: der Einstellungsforschung, der Forschung in Konflikträumen und der Dokumentation antidemokratischer Netzwerke.

Das EFBI unterstützt mit seiner Forschung die sächsische Zivilgesellschaft. Es verfolgt dafür das Ziel, sämtliche Formen der Demokratiefeindlichkeit zu erforschen und die sächsische Gesellschaft über autoritäre und anti-moderne Themen, deren Verbreitung und Organisierung, sowie über antidemokratische Bewegungen zu informieren. Die Forschung basiert dabei auf drei sich gegenseitig ergänzenden Feldern.

Einstellungsforschung

Grundlage der Forschung sind bevölkerungsrepräsentative Erhebungen, die im festen Turnus durchgeführt werden. Hierfür schließen die Forscherinnen und Forscher des EFBI an die Leipziger Autoritarismus Studien an, einer bundesweiten Einstellungsuntersuchung im Zweijahresrhythmus, die seit 2002 von Oliver Decker, dem Direktor des EFBI, und dem Sozialpsychologen Elmar Brähler verantwortet wird. So sollen auf repräsentativer Basis Aussagen zur Verbreitung und Ausprägung antidemokratischer Einstellungen in Sachsen geboten werden und sie auch im Vergleich zur gesamten Bundesrepublik interpretiert werden. Weiterführende Analysen für den Freistaat werden so möglich sein. Zusätzlich greift das Team auf bereits bestehende sowie geplante Erhebungen zurück (z.B. Sachsenmonitor, Allbus, NEPS, ESS).

Forschung in Konflikträumen

Das EFBI setzt auf eine sozialraumnahe, partizipative Forschung mit aktivierendem Schwerpunkt. Das bedeutet, dass zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure aus Sachsen als Expertinnen und Experten ihres Alltags bei der Formulierung der Forschungsfragestellung einbezogen werden und die gewonnenen Erkenntnisse in einer kommunikativen Validierung mit ihnen überprüft werden. Ziel ist es, die Bedingungen demokratisch-politischen Handelns zu untersuchen, autoritäre Mobilisierungsstrategien zu analysieren, das Zustandekommen und die sozialpsychologische Funktion antimoderner Ideologien zu verstehen und die Handlungsfähigkeit der demokratischen Initiativen vor Ort zu erhöhen. Die Forschung in ausgewählten Konflikträumen knüpft deshalb an bestehende zivilgesellschaftliche Strukturen an, teilweise auch an schon bestehende Forschung.

Internet-Monitoring und Dokumentation

Das Monitoring und die Dokumentation antidemokratisch motivierter Vorfälle stellt eine wesentliche Säule der Forschungsaktivitäten des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts dar. Das Monitoring bezieht sich dabei unter anderem auf den digitalen Raum. Ziel ist es, Rechtsextreme Netzwerke und Strukturen im Internet zu beobachten und zu erfassen. Im Fokus stehen dabei Social-Media-Aktivitäten von rechten Personen und Gruppierungen aus Sachsen. Das Social-Media-Monitoring wird im Auftrag des EFBI durch die Amadeu Antonio Stiftung (AAS) durchgeführt.

Darüber hinaus werden landesweit Mobilisierungen und Netzwerke beobachtet, zum Beispiel die rechtsextreme Musikszene, die Kampfsportszene oder lokale Neonazistrukturen. Dafür werden Informationen aus der Zivilgesellschaft gebündelt. In Abstimmung mit weiteren bestehenden Strukturen und Dokumentationssystemen werden Informationen über rassistische, antisemitische und frauenfeindliche Vorfälle gesammelt und aufeinander bezogen. Die aus dem Monitoring und der Dokumentation gewonnenen Informationen werden lokalen Entscheidungsträgern, Initiativen und der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Hier finden Sie eine Übersicht der Projekte am Else-Frenkel-Brunswik-Institut.