KONTAKT

ELSE-FRENKEL-BRUNSWIK-INSTITUT für Demokratieforschung in Sachsen

Universität Leipzig
Ritterstraße 26
04109 LEIPZIG

efbi@uni-leipzig.de

POSTFACH-NR.: 348001


- Forschungsprogramm
- Projekte
- Dokumentation
- Publikationen
- Veranstaltungen

Logo Universität Leipzig

Über das Institut

Demokratieforschung in Sachsen

Das an der Universität Leipzig angesiedelte Else-Frenkel-Brunswik-Institut (EFBI) erforscht und dokumentiert demokratiefeindliche Einstellungen, Strukturen und Bestrebungen in Sachsen und berät darauf aufbauend Zivilgesellschaft und Politik.

Das Else-Frenkel-Brunswik-Institut wurde im Herbst 2020 gegründet, um die demokratisch engagierte Zivilgesellschaft in Sachsen zu unterstützen. Demokratische Initiativen in Sachsen sehen sich mit vielfältigen Problemen konfrontiert – dazu gehören fehlende finanzielle Mittel sowie Angriffe und Bedrohungen durch die extreme Rechte. Gleichzeitig mangelt es auch an einem gemeinsamen, aktuellen Wissensstand über die Bedrohung der Demokratie durch Neonazis, Verschwörungsideologen oder Antifeministen.  

Ziel der Arbeit des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts ist es, dem entgegen zu wirken, in dem es Wissenslücken über demokratiefeindliche Einstellungen, Strukturen und Bestrebungen in Sachsen bestimmt und durch Untersuchungen schließt. Das dabei gewonnene Wissen wird von den Forscherinnen und Forschern gezielt für zivilgesellschaftliche Gruppen aufgearbeitet und diesen zur Verfügung gestellt.

Im Mittelpunkt der Forschung stehen verschiedene Formen der Diskriminierung sowie die Strategien und Dynamiken antidemokratisch und autoritär motivierter Bündnisse. Forschungsfelder des EFBI sind die Einstellungsforschung, die Forschung in Konflikträumen sowie das Monitoring und die Dokumentation antidemokratischer Strukturen und Social-Media-Aktivitäten.

Die Zivilgesellschaft stärken

Ein weiteres Ziel des EFBI ist es, zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure sowie Institutionen in seine sozialraumnahe, partizipative Forschung mit einzubeziehen. Beabsichtigt ist auch, zur Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure aktiv beizutragen.

Neben der partizipativen Forschung bietet das EFBI dafür eine gezielte psychosoziale Beratung für Kommunen sowie zivilgesellschaftlich aktive Gruppen an. Damit sollen deren Fähigkeiten ausgebaut werden, um auf die Herausforderungen insbesondere durch gewaltbereite Personen, aber auch antidemokratischer Einstellungen in der Bevölkerung besser zu reagieren.

Wissen in die Öffentlichkeit tragen

Das EFBI berichtet regelmäßig in eigenen Publikationen, darunter in einem Jahresbericht, regelmäßige Policy Paper sowie ein Newsletter, über die gewonnenen Erkenntnisse. Daneben werden Veranstaltungen und Veröffentlichungen in verschiedenen Medien genutzt, um über die Arbeit zu informieren und Debatten zu initiieren. Die Forscherinnen und Forscher des EFBI stehen Medien mit ihrer Expertise gerne für Einordnungen zur Verfügung.

Verortung an der Universität Leipzig

Das EFBI ist als eigenständige Forschungseinheit gegründet worden und am Leipzig Research Center Global Dynamics (ReCentGlobe) administrativ angebunden. Geleitet wird das vom Freistaat Sachsen geförderte Institut vom bundesweit renommierten Sozialforscher Oliver Decker, der bereits seit 2002 die Leipziger Autoritarismus Studien leitet (bis 2016 bekannt geworden als Leipziger „Mitte“-Studien).

Das EFBI wird gefördert durch